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15.07.2019

Heilbronn

Zukunft gemeinsam gestalten - Neue Wege in der kommunalen Daseinsvorsorge durch Bürger(sozial)genossenschaften

Inhalt


Sehr geehrte Damen und Herren,

will man die Attraktivität der Ländlichen Räume erhalten, gilt es sich mit diversen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Geänderte Ansprüche und neue Möglichkeiten von Bürgern und Gemeinden erfordern die Etablierung bzw. Anpassung einer wohnortnahen und bedarfsgerechten Infrastruktur, die den Erfordernissen der wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen entsprechen und den Wünschen der Menschen vor Ort entgegenkommen. Die Sicherstellung einer angemessenen Infrastruktur, vor allem in ländlichen Gebieten, ist nicht nur für die persönlichen Belange der Bürger vor Ort entscheidend, sondern auch im Hinblick auf die Wirtschaftsstärke dieser Regionen essenziell. Vor diesem Hintergrund bietet die Rechts- und Unternehmensform der eingetragenen Genossenschaft (eG) vielfältige Lösungsmöglichkeiten, um Aspekte wie Mobilität, Energieversorgung, Nahversorgung, Pflege und Betreuung sowie WohnenPLUS nachhaltig und unter Beteiligung der Bürger sicherzustellen. Hier kann die Genossenschaft, ganz im Sinne eines ihrer Prinzipien, „Hilfe zur Selbsthilfe“, einen Beitrag zur Bereitstellung der benötigten Leistungen in regionalen Handlungsfeldern darstellen.

WohnenPLUS steht für (soziales) Wohnen verbunden mit Dienstleistungen. Wohnen und Wirtschaft wird dabei Hand in Hand gedacht. So entstehen auch Synergien bei Mobilität und Lebensqualität. Zwei Dimensionen sind dabei besonders im Fokus: zum einen Einzelgebäude verbunden mit Dienstleistungen und zum anderen Stadtteil- bzw. Quartiersgenossenschaften, die den Lebensraum mitgestalten wollen.

Es kann auch beides kombiniert werden. Die konkrete Ausgestaltung obliegt dem Bedarf vor Ort. Die Mitglieder der Genossenschaft wirken hierbei aktiv mit und entscheiden, ob die gewerblich nutzbaren Flächen an einen Handwerksbetrieb (Bäcker, Metzger, Frisör, etc.), ein Café oder an ein anderes Unternehmen vermietet werden; ob Ärzte und weitere Gesundheitsdienstleister Platz finden und eventuell Co-Working-Spaces entstehen sollen. Darüber hinaus werden Wohnungen für die Bürger vor Ort geschaffen – mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt von Eigentums-, über Miet- bis hin zu Sozialwohnungen.

Deshalb widmen wir uns im Rahmen der dritten Veranstaltung der „Veranstaltungsreihe Bürgergenossenschaften“ dem Schwerpunktthema WohnenPLUS. Wir freuen uns sehr, dass unter anderem das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg sowie Vertreter von Genossenschaften unsere Veranstaltung mit Impulsen bereichern werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Roman Glaser
Präsident | Vorsitzender des Vorstands Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Ingrid Engelhart
Geschäftsführende Vorsitzende SPES e. V

Karin Schmeh-Silbe
Leiterin K-Punkt Ländliche Entwicklung im Kloster Heiligkreuztal

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