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Schlachtrinder

Marktlage Jungbullen

Saisontypisch war die Nachfrage nach Rindfleisch in den letzten beiden Monaten eher verhalten. Besonders der Jungbullenmarkt geriet ab Mai zunehmend unter Druck. Während die Preise sich im April noch einigermaßen stabil zeigten, brachen die Preise im Mai von Woche zu Woche weiter ein. Mit der Umstellung auf das Sommer- und Grillfleischsortiment (bevorzugt Schweine- und Geflügelfleisch) ist der Bedarf des LEH an Rindfleisch weiter rückläufig. Zudem wurden deutschlandweit mehr Kühe geschlachtet, was den Markt für Verarbeitungsware sättigte und ein jahrestypisches Ausweichen bei Jungbullen in die Verarbeitung behinderte. Hinzu kommt, dass in letzter Zeit vor allem bayerische Jungbullen verstärkt angeliefert wurden. Jungbullen haben damit seit Jahresbeginn fast 50 ct/kg verloren. Das Ende der Talfahrt und somit eine leichte Stabilisierung des Jungbullengeschäfts hat der für diese Jahreszeit normale Angebotsrückgang an Schlachtbullen in KW 21 gebracht. Es wird von ausgeglichenen Marktverhältnissen gesprochen, so dass für die nächsten Wochen mit keinen weiteren Abschlägen bei Jungbullen gerechnet werden sollte.

In KW 21 wurden von den Schlachtereien in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz für 2.319 Jungbullen im Durchschnitt 3,39 €/kg SG (E-P) bezahlt.

Bio-Jungbullen (E-P) kosteten im April deutschlandweit 4,44 €/kg SG.




31.05.2016

Jungbullen aktuell
Jungbullen 3 Jahre
Kontakt

Katharina Henning

07171 / 917 243 

llm@lel.bwl.de

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Marktlage Färsen

Der Schalchtfärsenmarkt zeigte sich bis Anfang Mai gut ausgeglichen. Besonders Tiere abfallender Qualitäten waren gesucht und wurden zum Teil mit Aufgeldern bezahlt. Die Preise für höherwertige Färsen gerieten analog den Jungbullen seit Mai verstärkt unter Druck. In KW 22 lagen die Färsenpreise in Baden-Württemberg auf einem Niveau von 3,20 €/kg SG.



Bio-Färsen (E-P) erlösten im April deutschlandweit 4,35 €/kg SG.




31.05.2016

Färsen aktuell
Färsen 3 Jahre
Marktlage Kühe

Durch den Preisrückgang vor Ostern und die beginnenden Feldarbeiten war die Abgabebereitschaft der Landwirte Anfang April nur verhalten und das Angebot gegenüber der regen Nachfrage nicht immer bedarfsdeckend. Entsprechend stiegen die Preise bis Mitte April. Seit Mai ist jedoch auch bei Schlachtkühen zunehmender Druck zu spüren. Die deutschen Schlachtungen von Kühen stiegen gg. Vj. bis KW 18 um 6,8 % an. Dies ist auf milchpreisbedingte Abstockungen, vor allem im Osten und Norden Deutschlands, zurückzuführen. Entsprechend zeigt bei einem höheren Aufkommen an Schlachtkühen in Verbindung mit der jahrestypisch verminderten Nachfrage nach Rindfleisch die Preistendenz auch hier nach unten. Das rückläufige Angebot ab KW 20 hat bei den Schlachtkühen zu einer Stabilisierung geführt, so dass mancherorts wieder Aufschläge gezahlt werden konnten. Auch wenn das Preisniveau derzeit gedrückt ist, empfiehlt es sich nicht auf bessere Zeiten zu warten und Schlachtrinder zurückzuhalten.

In KW 21 wurden von den Schlachtereien in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bei 3.291 Schlachtkühen im Durchschnitt 5,51 €/kg SG (E-P) bezahlt.

Bio-Schlachtkühe (E-P) kosteten im April bundesweit 3,18 €/kg SG.





31.05.2016

Kühe aktuell
Kühe 3 Jahre

Schlachtrinder 10 Jahre

Kalenderjahr

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

Jungbullen

E‑P

2,54

2,48

2,62

2,93

3,07

2,91

3,21

3,10

3,20

3,56

3,91

3,79

3,62

 3,78

Färsen

E‑P

2,08

2,19

2,32

2,61

2,76

2,76

2,95

2,82

2,81

3,15

3,56

3,64

3,52

 3,50

Kühe

E‑P

1,65

1,71

1,85

2,17

2,29

2,26

2,51

2,23

2,28

2,73

3,11

2,99

2,66

 2,77

Wirtschaftsjahr

02/03

03/04

04/05

05/06

06/07

07/08

08/09

09/10

10/11

11/12

12/13

 13/14

14/15

15/16

Jungbullen

E‑P

2,62

2,44

2,83

3,03

2,57

3,03

3,22

3,07

3,36

3,73

3,95

 3,67

3,66

3,73

Färsen

E‑P

2,19

2,20

2,51

2,67

2,65

2,85

2,92

2,77

2,94

3,34

3,68

 3,57

3,52

3,42

Kühe

E‑P

1,74

1,70

2,08

2,21

2,19

2,40

2,41

2,20

2,46

2,93

3,15

2,80

2,70

2,65

Preise in Baden-Württemberg (ab 2012 für BW, He, RP) nach der 4. DVO/1. FlGDV in €/kg SG, frei Schlachtstätte, ohne MwSt.

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